Aktuell findet der Weltweihnachtscircus auf dem Cannstatter Wasen statt. Gegen die Ausbeutung von Pferden und Tauben dort demonstriert das Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart am 13.12.25 von 12:45 – 14:30 Uhr sowie am 19.12.25 von 17:45 – 19:30 Uhr. Mit Megafon, Banner, Plakaten, Bildschirmen und Flyern üben sie scharfe Kritik an der tierschutzwidrigen Veranstaltung. Andere Tierrechtsgruppen organisieren/organisierten am 07.12., 23.12., 27.12. und 05.01. weitere Demonstrationen. Der Circus hat keine ruhige Woche. Das Kollektiv hat sich vorab persönlich und mit einer Mailaktion an den Weltweihnachtscircus gewandt um die Verantwortlichen zu bitten, Tiere aus dem Programm zu streichen [1].
„Pferde sind sensible Fluchttiere. In der Manege des Weltweihnachtscircus sind sie grellen Lichtern, knallenden Peitschen, und tosendem Publikum schutzlos ausgesetzt. In der Hochphase unglaubliche drei Mal am Tag.“ so Noah Klein, Pressesprecher des „Kollektiv Tierbefreiung“. „Wir fordern den Circus auf, die Tiere aus dem Programm zu nehmen, und wir fordern die Stadt auf, ein Tierschauverbot für Stuttgart zu erlassen.“
Tierleid
Für „Kunststücke“, wie sie im Weltweihnachtscircus aufgeführt werden, wurden Pferde gewaltsam dressiert und gehorchen aus Angst vor Bestrafung, nicht weil es ihnen Spaß macht.
Laut Zirkusleitlinien steht ihnen für nur zwei Stunden pro Tag Auslauf in einem Außengehege zu. In der Realität wird ihnen selbst dieser kurze Auslauf oft verwehrt, weil ein Amtstierarzt viele Stunden vor Ort sein müsste, um die Einhaltung zu überwachen [2]. Bei dem Weltweihnachtcircus ist ein solcher Auslauf für die Pferde nicht ersichtlich.
Tauben werden in einem „Zauber“ Act von Sergey Stupakov verwendet wie Gegenstände. Für die sensiblen Tiere bedeutet das Angefasst werden, der Lärm und in winzigen Boxen eingesperrt sein Dauerstress.
Zukunft ohne Tierdressuren
Erfolgreiche Zirkusunternehmen zeigen, dass tierfreie Shows das Publikum genauso begeistern können: So verabschiedete sich Circus Roncalli bereits in den 1990er-Jahren von Wildtierdressuren und nahm 2018 auch die Pferde aus dem Programm. Das Unternehmen erfährt für sein tierleidfreies Konzept und die zukunftsweisende Hologrammtechnologie international Anerkennung.
Tierschauverbot Stuttgart
Auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart gilt seit 2019 ein kommunales Wildtierverbot. Das war ein wichtiger Schritt. Wir appellieren nun an die Stadt, sich zukunftsorientiert zu zeigen und ein generelles Tierschauverbot zu erlassen. Stuttgart soll Vorläufer im Thema Tierschutz werden und die Ausbeutung von Tieren zu Unterhaltungszwecken unterbinden.
Das Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart ist eine Ortsgruppe des Vereins die tierbefreier*innen e.V. [3]. Sie setzen sich friedlich gegen die Ausbeutung von Tieren ein. Zuletzt erregten Unterstützer*innen des Kollektives Aufmerksamkeit mit einem 18 Meter langen Graffiti vor dem Eingang des Weltweihnachtcircus mit dem Text „Tiere raus aus dem Zirkus“ (Bild angefügt: zur freien Verwendung in Zusammenhang mit der Meldung, auch ohne Angabe des Urhebers).
Details zu den Aktionen:
Datum: Samstag, 13.12.25
Uhrzeit: 12:45 – 14:30 Uhr
Datum: Freitag, 19.12.25
Uhrzeit: 17:45 – 19:30 Uhr
Ort: Mercedesstr. 40, Cannstatter Wasen, vor dem Eingang des Weltweihnachtcircus
Kontakt vor Ort: Noah Klein. Nummer auf Anfrage.
Links & Quellen
[1] https://tiere-im-kollaps.org/weltweihnachtscircus-email-aktion/
[2] Zirkusleitlinien des BMLEH:
https://www.bmleh.de/SharedDocs/Downloads/DE/_Tiere/Tierschutz/Gutachten-Leitlinien/HaltungZirkustiere.pdf?__blob=publicationFile&v=2
[3] https://tierbefreier.org/
https://www.instagram.com/kollektivtierbefreiungstg/

