Gestern ging erschreckendes Videomaterial durch die Medien, welches zeigt, wie Krokodil Tong Unmengen an Plastikmüll auswürgt. [1]
Der Stuttgarter Zoo Wilhelma reagiert unzureichend, erkennt die Gefahr für die Tiere nicht und kündigt läppische „Maßnahmen“ wie neue Schilder in der Krokodilhalle an. 2014 starb Eisbär Anton nachdem er eine Jacke, welche in das Gehege gefallen war, verschluckt hatte [2]. Ein Lerneffekt für die Tierhaltung im Zoo blieb leider aus, wie der aktuelle Fall zeigt.
Unterstützer*innen des Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart haben mit Kreidespray heute Nacht den Protest an den Eingang der Wilhelma getragen. Sie schrieben „Wilhelma = Tierquälerei“, „#FreeCrocodileTong“ und „Tierhaltungsverbot für Kölpin“. Dr. Thomas Kölpin ist der Zoodirektor der Wilhelma. Bild- und Videomaterial finden Sie hier, zur freien Verfügung auch ohne Angabe des Urhebers: …..
„Laut Tierschutzgesetz gilt für Tierhalter die Sorgfaltspflicht, dieser kommt Kölpin offensichtlich nicht nach wenn aufgrund unverantwortlicher Gehegeführung Müll und andere Gegenstände in den Lebensbereichen der Tiere landen.“ so Emilia Schüler, Pressesprecherin des Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart. „Der Fall zeigt, dass sich Kölpin mehr für – die Besucher*innen ansprechende – „schöne“ Gehege interessieren als für das Wohl der Tiere die dort eingesperrt sind. Zoos sind immer auf Profit ausgerichtet, Tiere werden als Geldquelle gesehen und nicht als fühlende Individuen mit eigenen Bedürfnissen.“
Sorgfaltspflicht
„Als Tierhalter hat man gesetzliche Pflichten zu beachten und muss sein Tier unter anderem angemessen füttern, pflegen und unterbringen. Von Vernachlässigung im Sinne des Tierschutzgesetzes spricht man, wenn ein Halter oder Betreuer diese Pflichten aufgrund von fehlender oder ungenügender Pflege nicht erfüllt und das Tier dadurch in seinem Wohlergehen erheblich beeinträchtigt.“ [3]
Wie regelmäßig Tierschutzverstöße im Stuttgarter Zoo stattfinden, zeigt die Tierschutzorga PETA auf. [4]
Das Kollektiv Tierbefreiung Stuttgart ist eine Ortsgruppe des Vereins die tierbefreier*innen e.V.. Wir setzen uns friedlich durch gezielte Kampagnen gegen die Ausbeutung von Tieren in Stuttgart ein und legen den Fokus aktuell auf Tiere in der Unterhaltungsbranche.
Quellen:
[3] https://www.tierimrecht.org/de/recht/lexikon-tierschutzrecht/vernachlssigung/#





